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Wie kam Katze in die "neue Welt" nach Amerika? (Sonderseite)

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Die Verbreitung und Ausdehnung der Katzen in der Welt


Eine Reise über den Ozean

Die Geschichte der Katze und ihre Reise nach Amerika beginnt etwa 500 - 600
v.Chr. Natürlich war es wieder wikingerschiff die Schiffahrt, die es der Katze ermöglichte sich
in der damaligen neuen Welt zu etablieren und sich schnell an die hiesigen Bedingungen anzupassen. Wie alles was die Katze in ihrer Verbreitung beeinflußte
und half sich in ihrer Art zu vermehren und anzusiedeln, glich einem der größten Abenteuer. Die Wikinger und auch die Chinesen waren wahrscheinlich die ersten Verbreiter früherer Katzenpaare. Ob sie damals schon in ausreichender Anzahl vorhanden waren um Nachkommenschaften auf dem neuen Festland zu schaffen
gilt als eher unwahrscheinlich. Für eine nennenswerte Verbreitung waren es sicher
zu wenige der vorhandenen Katzen. Dazu war eine größere genetische Vielfalt notwendig.

Die große Anpassungsfähigkeit, ihre Fruchtbarkeit und die wache Intelligenz verhalf der Katze dann schnell zu ihrer Ausbreitung auf dem neuen Kontinent. Im Süd- und Mittelamerikanischen Raum gab es natürlich schon damals Unterarten und
Verwandte der Hauskatze. Die eingeführten Katzen paarten sich mit den Unterarten und mischte so "neues Blut" in die hiesigen Populationen. Zu einer gesicherten Artverbreitung kam es erst sehr langsam durch die immer neuen Katzen der
Handels - und Siedlerschiffe. Von einer bewußten Ansiedlung der Katzen durch
den Menschen kann man sicher gar nicht reden. Damals gab es für diese Siedler
nur das neue Leben in einer unbekannten Welt zu bewältigen.

Die Katze wurde in erster Linie als Nutztier für das Bekämpfen von Ratten und Mäusen auf den Schiffen und Kolonien eingesetzt. Danach wurde die Katze auch gerne als Haustier und Schoßtier wahrgenommen. Die Katze hatte viele nützliche Eigenschaften und erleichterte den Siedlern das eintönige Leben während der langen Schiffsüberfahrt an Bord.

Sie ahnen sicher, das es durch Kolumbus1492 bei der Entdeckung Amerikas wahrscheinlich nicht die ersten Kontakte der Hauskatzen mit dem neuen Kontinent gab. Kolumbus galt zwar als größter und wichtigster Endecker Amerikas, dennoch war er nicht der erste. Vor ihm gab es sicher etliche andere. Darunter die Wikinger mit Leif Eriksson, der schon um etwa 1000 n. Chr. den neuen Kontinent endeckte. Nach heutigen Erkenntnissen war mit hoher Wahrscheinlichkeit Leif Eriksson der erste Europäer, der in Amerika an Land ging. Eriksson brach um das Jahr 1000 von Grönland aus auf, wo sein Vater Erik der Rote 986 die erste Siedlung gegründet hatte. Ob Leif Eriksson schon damals Katzen an Bord hatte, gilt als nicht belegbar. Auf der Suche nach neuem Land im Westen gelangte Leif Eriksson mit seiner Mannschaft nach Amerika. Die Wikinger nannten das von ihnen entdeckte Küstengebiet Vinland , wobei es sich wahrscheinlich um das heutige Neufundland handelte. Bei L'Anse aux Meadows wurden im 20. Jahrhundert archäologische Funde gemacht, die den Wikingern zugeordnet wurden. Die "Münze von Maine" kam wohl von dort über Handelswege der Ureinwohner zu ihrem Fundort.



columbusDie Katze wird aber erstmals 1626 schriftlich erwähnt. Bei der Eroberung der neuen Welt
war die Katze damals natürlich nur von recht geringer Bedeutung und so dauerte es sehr lange, bis sie sich in den ersten Publikationen und Niederschriften wieder fand. Die Bevölkerung bestand bis auf eine gebildete Obrigkeit, fast nur aus Analphabeten und die Verbreitung dieser schriftlichen Darstellungen und Beschreibungen über die Katze regte sicher nur das Interesse ganz weniger Naturgelehrter und fachkundiger gleichgesinnter Leser und Schreiber. Bislang war es nicht so sehr interessant für die schreibenden Gelehrten, diese Tiere zu erwähnen, gab es doch so viele andere neue Dinge zu entdecken. Nicht nur die Portugiesen und Spanier waren dabei an ihrer Verbreitung beteiligt, es gab ab etwa 1620 die handelfahrenden Holländer die als erste europäische Siedler mit ihren mitgebrachten Tieren an der Ostküste siedelten und dort im Gebiet von Manhatten und "Neu Amsterdam" seßhaft wurden.

Im heutigen New York gibt es recht viele schwarzhaarige Katzen und im Gegensatz zu den rötlichen Färbungen und langhaarigen Katzen ist das ein sehr großer Unterschied. Dieses genetische Verteilungsmuster geht ebenfalls noch auf die Vorfahren der damals von den Holländern eingeführten Katzen zurück. Eine ähnliche Verteilung gab es deshalb im früheren Amsterdam. In der Gegend von New York lag es ein ähnliches wenn auch leicht verändertes Verteilungs-muster vor. Es gab dort sehr viele schwarzhaarige und rot-gestromte Katzen wie auf den Britischen Inseln.

Für eine grundlegende Farb- und Rasseverteilung fehlte einfach die genetische Vielfalt der importierten Tiere. Eine Studie zu den Hauskatzen Bostons /USA lässt schlussfolgern, dass diese Katzen ursprünglich aus Schweden stammen, da sie mit den Populationen dort die größte Übereinstimmung aufweisen (TODD UND TODD, 1976).

Kämpfe zwischen den Holländern und den Engländern die ebenfalls diese neuen Terretorien für sich beanspruchten, vereitelten fast die Integration der Katzen in diese Gegenden. Sie tollerierten und förderten die Katzen nicht und nachdem die Holländer dort vertrieben waren, hatten es die Katzen schwer und zogen sich in die umliegenden
Gebiete zurück.

Darstellung einer alten Weltkarte des Ptolemäus
von 1548 die für damalige Verhältnisse schon erstaunlich genau. Quelle: Wikipedia. GNU

weltkarte

Hier geht es zur gesonderten Karte der modernen Welt und die Entwicklungspopulation der Katzen in der Welt.

 

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